Beihefte zum Jahrbuch für fränkische Landesforschung

Franconia 5

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JFLB 05

ISBN 978-3-940049-15-5

MARKGRAF FRIEDRICH VON BRANDENBURG-BAYREUTH 1711–1763
Referate der Tagung am 12. / 13. 05. 2011
in der Aula der FAU

herausgegeben von
Georg Seiderer und Clemens Wachter

2012. Festeinband
408 Seiten, zahlreiche Abbildungen

VK 29,80 EUR

Titelbild, Frontispiz und Umschlagrückseite

Zum Geleit
Einführung
Stefan N ö t h , Die archivalische Überlieferung zu Markgraf Friedrich III. von Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth
Bettina K e l l e r , „… und der Stadt dadurch eine Zierde gegeben“ – Markgraf Friedrich als Bauherr
Udo A n d r a s c h k e , Zwischenräume. Die Sammlungen des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth
Andrea M. K l u x e n , Der Herrscher im aufgeklärten Absolutismus. Bild, Selbstbild, Repräsentationsformen
Wolfgang Wü s t , Ordnung, Recht und Wohlfahrt in Brandenburg-Bayreuth im Spiegel „guter“ Policey
Walter S p a r n , Kirchenleitung und Theologie in Brandenburg-Bayreuth zur Zeit des Markgrafen Friedrich – zwischen Pietismus und Aufklärung
Günter D i p p o l d , Markgraf Friedrich und die Juden
Dieter J. We i ß , Markgraf Friedrich von Brandenburg-Kulmbach als Reichsfürst (1735–1763)
Helmut N e u h a u s , Markgraf Friedrich von Bayreuth und Friedrich der Große
Andreas Otto W e b e r , Markgraf Friedrich im Politikfeld territorialer Nachbarschaft in Auseinandersetzung und Kooperation
Andreas J a k o b , „… seine Hauptleidenschaft war das Militair …“? Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth als Regimentsinhaber und Landesherr
Clemens W a c h t e r , Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth als Universitätsgründer
Georg S e i d e r e r , Der zweite Stifter? Markgraf Alexander, die bayreuthische Landesuniversität und das Fürstentum Ansbach
Christina H o f m a n n - R a n d a l l , Porträtgemälde der fränkischen Markgrafen, Markgräfinnen und ihrer Anverwandten im Besitz der Friedrich-Alexander-Universität
Abkürzungen
Register

AUTORINNEN UND AUTOREN
Udo A n d r a s c h k e M.A., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Günter D i p p o l d , Bezirk Oberfranken; Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Dr. Christina H o f m a n n - R a n d a l l , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Andreas J a k o b , Stadtarchiv Erlangen
Dr. Bettina K e l l e r , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Andrea M. K l u x e n , Bezirk Mittelfranken
Prof. Dr. Helmut N e u h a u s , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Stefan N ö t h , Staatsarchiv Bamberg
Prof. Dr. Georg S e i d e r e r , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Walter S p a r n , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Clemens W a c h t e r , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
PD Dr. Andreas Otto W e b e r , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Dieter J. W e i ß , Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Wolfgang W ü s t , Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Für eine traditionsreiche Universität sind die Persönlichkeit ihres Gründers und die Zeitumstände seines Wirkens wegweisend für das Verständnis ihrer eigenen Geschichte und deren Entwicklungslinien. Die Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg nahm deshalb den 300. Geburtstag des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth gerne zum Anlass, seine Person und sein Handeln als frühneuzeitlicher Territorialherr in einem wissenschaftlichen Symposium ausführlich zu würdigen. Der Focus des Interesses lag hierbei nicht nur auf seiner Eigenschaft als Universitätsgründer, sondern auch auf seinen persönlichen Interessen und seinen innen- und außenpolitischen Zielsetzungen, kann doch eine Universitätsgründung nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss die sie umgebenden und beein􀃀ussenden Faktoren mit einbeziehen. Da im gleichen Jahr auch für den großen Förderer und weiteren Namensgeber der Universität, Markgraf Alexander von Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth, mit seinem 275. Geburtsjahr ein Jubiläum zu verzeichnen war, lag es nahe, auch seine Bedeutung für die Universität mit einem Beitrag in das Symposium einzugliedern.

Während sich die Friedrich-Alexander-Universität ihrer Traditionen bewusst ist, muss sie sich gleichzeitig den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen. Was einst 1743 im Markgraftum Brandenburg-Bayreuth mit 64 Immatrikulationen begann, ist heute Bayerns zweitgrößte Universität mit über 33.000 Studierenden. Die seinerzeitige Intention von Markgraf Friedrich, in seinem Herrschaftsbereich eine Universität zu gründen, um für sein Land versierte Theologen, Juristen und Ärzte heranzubilden, wirkt heute noch nach in zahlreichen an der Friedrich-Alexander- Universität angebotenen Studiengängen von der Theologie bis zu den Lehrämtern. Viele neue Fächer in den Natur- und vor allem Ingenieurwissenschaften erweiterten das Spektrum, und aus den bescheidenen Anfängen des Medizinstudiums entwickelte sich das Universitätsklinikum mit 24 Kliniken, das alle Bereiche der modernen Medizin umfasst. Zwei Nürnberger Hochschulen wurden der Universität eingegliedert, und zum Gründungsort Erlangen traten neben Nürnberg zahlreiche weitere Einrichtungen in anderen Städten der Region. Diese Expansion der Friedrich-Alexander- Universität im Laufe ihrer nun beinahe 270-jährigen Geschichte legt Zeugnis ab von dem Entwicklungspotential der Bildungsinvestitionen der beiden fränkischen Markgrafen Friedrich und Alexander, deren Porträts auch heute noch auf dem Siegel der Universität präsent sind.

Ich freue mich, dass als Ertrag des Symposiums nun ein reich illustrierter Tagungsband vorliegt und damit die Person unseres Universitätsgründers eine bleibende und wissenschaftlich fundierte Würdigung erfährt.

Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske
Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Im Gedächtnis der Nachwelt steht Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (1711–1763) bislang im Schatten seiner Gemahlin Wilhelmine (1709–1758). Die „Markgräfin von Bayreuth“, die den Höfen von Potsdam und Bayreuth mit ihren ebenso lebendigen wie ironisch-kritischen Memoiren ein literarisches Denkmal setzte, hat das Bild Brandenburg-Bayreuths um die Mitte des 18. Jahrhunderts weit stärker bestimmt als der Fürst, der es regierte. ... (gesamter Text siehe pdf)

Georg Seiderer
Clemens Wachter

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