Reihe IX - Darstellungen aus der fränkischen Geschichte - Band 57

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R09B57

ISBN 978-3-86652-957-1

Volker Rößner /  Helmut Hammerich

Die Familie Fuchs von Bimbach und Dornheim im deutschen Kaiserreich
Ein Lebensbild in Briefen aus dem Nachlass des Reinold Frhr. Fuchs von Bimbach und Dornheim (1845–1903)

2011. Festeinband
1032 Seiten

VK 49,80 EUR

Dokumente der Umschlaggestaltung

Briefeschreiben ist für die Familie Fuchs von Bimbach unentbehrlich für ein gemeinsames Familienleben.

1881 nach Berlin berufen und durch Kaiser Wilhelm II. gefördert, bereist der Offizier Reinold Freiherr von Fuchs als Waffenexperte das ganze Deutsche Reich, während seine Frau Rosa den Berliner Haushalt führt oder Erholung in den Sommerfrischen im Elbsandsteingebirge sucht. Als der älteste Sohn Erl 1885 in die Pagerie in München eintritt und sein Elternhaus damit auf immer verlässt, gewinnt die Briefkultur zusätzlich an Bedeutung. In den 1890er Jahren schließlich führt die Baronin die drei Töchter in die Gesellschaft ihrer österreichischen Heimat ein. Lebensfreude und unbekümmerte Ausgelassenheit der Linzer Ballsaison stehen im Vordergrund ihrer Berichte. Seit der Ernennung des Barons zum Vorsitzenden der preußischen Artillerie-Prüfungskommission 1895 verbringt die Familie den Sommer auf dem fränkischen Besitz, Schloss Burgpreppach, auch um dem inzwischen in Bamberg als Offizier dienenden Sohn nahe zu sein. Der zeit- und sozialgeschichtliche Wert dieser Quellen aus der Berliner Zeit zwischen 1881 und 1905 liegt besonders in der Unmittelbarkeit des Geschriebenen, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Adeliges Selbstverständnis in der Kaiserzeit sowie die Bandbreite des damaligen Lebens zwischen Karriere, Familie, Kindererziehung oder Verheiratung werden nachvollziehbar. Sogar der koloniale Aspekt ist mit Briefen des Neffen aus China Teil dieses Buches. Bei der Lektüre wird die „Welt von Gestern“ wieder lebendig.

„Die wundervolle Rede, die der Kaiser hielt, wirst Du wohl in der Zeitung finden, er sprach mit sehr lauter, schöner Stimme, sehr deutlich, mit etwas preußischer Aussprache (Könjjljche Hoheit, Glass, etc.). Besonders das Hoch rief er furchtbar laut. Links neben ihm saß die Königin von Spanien, d[ie] so dick ist, daß ich mich jetzt noch gar nicht von meinem Erstaunen erholen kann. Gegen ihre Arme sind meine Schenkel die reinen Bindfäden.” Erl an seine Mutter aus München 3. Oktober 1888)

Zur Entstehung des Buches

Reinold Frhr. Fuchs von Bimbach und Dornheim (1845–1903) Herkunft, Laufbahn und Familie – eine Einführung
Die Familie Fuchs von Bimbach und Dornheim im 19. Jahrhundert
Die Kinder des Franz Lothar Frhr. Fuchs von Bimbach und Dornheim
Reinold Frhr. Fuchs von Bimbach und Dornheim – sein Weg nach Berlin
Berlin, München, Bamberg, Burgpreppach – Briefkultur als Familienband

Die Briefe und Dokumente
Editorische Hinweise
Der Briefwechsel

Epilog

Anhang
Zeittafel
Glossar
Quellen- und Literatur
Stammtafeln
Register
Abbildungsverzeichnis

PDF-ICON _ Entstehung des Buches

PDF-ICON _ Flyer zum Buch


MGZ
:  Michael Peters in: Militärgeschichtliche Zeitschrift - MGZ 73 (2014) Heft 1 - 2015. S. 187 - 189, ZMSBw, Potsdam, DOI 10.51.5/mgzs-2014-0008, OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG, Walter de Gruyter GmbH

FBPG: Sabrina Stahl in: FORSCHUNGEN ZUR BRANDENBURGISCHEN UND PREUSSISCHEN GESCHICHTE, NEUE FOLGE, 23. Band 2013 Heft2, S. 281 – 283, Duncker & Humblot Berlin 


PDF-ICON _ Alexander Tittmann in: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 64, Archiv des Historischen Vereins für Unterfranken und Aschaffenburg 135 / 2012, S. 330 bis 334


PDF-ICON _ Georg Menig in: Frankenland, Zeitschrift für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur, Heft 1 • März 2013, Seite 72 f.


PDF-ICON _ Siegrid Düll: Aus „Märchenstunden auf Schloss Burgpreppach“, hgg.von Monica Fuchs von Bimbach und Rupprecht Düll, Münster (LIT) 2012, S. 2011 f.