Reihe VIII - Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte - Band 18

» zurück

» zurück zur Vorschau

R08B18

ISBN 978-3-86652-818-5

Margit Fuchs

INNOVATION UND PRAGMATISMUS

Sankt Stephan in Bamberg als Initialbau der barocken Architektur in Franken

2017. Festeinband
552 Seiten, 229 Abbildungen meist in Farbe

VK __,__ EUR

Erscheint im Herbst 2017

Titelbild

Sankt Stephan gehört zu den wenigen Bauprojekten in der politisch und wirtschaftlich schwierigen Krisen- und Umbruchphase des mittleren 17. Jahrhunderts, in der sich eine grundlegende architektonische Neuorientierung greifen lässt. Im Spannungsfeld der Möglichkeiten zwischen Innovation und Pragmatismus steht sie mit ihrem neuartigen Baustil am Anfang des Barocks in Franken. Mit einem Chor, der deutlich von den bislang gültigen Mustern der Nachgotik abweicht und einem Lang- und Querhaus, an dem neue Architektursysteme weiterentwickelt wurden, hat der Kirchenbau Vorbildcharakter für weitere Kirchenbauten und kann als Initialbau der barocken Architektur in Franken bezeichnet werden. Die reichlich vorhandenen Quellen zum Kirchenbau machten es zudem möglich, über die Beschreibung und Bewertung von Architektur und Stuckatur hinausgehend, einen Einblick in eine Großbaustelle des 17. Jahrhunderts zu geben. Nach dem Urteil von Gerd Zimmermann findet die Kirche Sankt Stephan von allen alten Bamberger Kirchen „wohl mit die geringste Beachtung“. Ein Grund für die Verfasserin, sich intensiv mit St. Stephan zu befassen.

PDF-ICON  _ Inhaltsverzeichnis

Der Impuls zu dieser Dissertation über die Kirche Sankt Stephan in Bamberg ging aus von meiner Beschäftigung mit dem Baumeister Antonio Petrini, der im 17. Jahrhundert ein neues Architektursystem in Franken etablierte und dessen Pionierleistung in den Bistümern Würzburg und Bamberg Thema meiner Masterarbeit war, die ich im Februar 2013 abgegeben habe. Neben den abgelehnten Plänen für die Kreuzkapelle in Eibelstadt und den beiden Kirchenbauten für die Unbeschuhten Karmeliten und für das Stift Haug in Würzburg wurde in benannter Arbeit auch die Bautätigkeit des in Würzburg ansässigen Baumeisters an der Stiftskirche Sankt Stephan in Bamberg behandelt. Dabei wurde offenkundig, dass der Bamberger Kirchenbau mit seiner innovativen Architektur genug Potential für eine ausführlichere kunsthistorische Betrachtung und Erforschung im Rahmen einer Dissertation besitzen würde.

Für die Bestärkung, dieses Architekturthema tatsächlich im Rahmen einer Dissertation aufzugreifen, für die kontinuierliche und kompetente Betreuung, für die Motivation durch sein Interesse und seine Begeisterung für das Thema Sankt Stephan und für die kreativen Anregungen möchte ich mich zu allererst bei Prof. Dr. Stephan Albrecht bedanken. Herrn Professor Dr. Wolfgang Brassat danke ich vielmals, dass er als zweiter Lehrstuhlinhaber insbesondere für Neuere und Neueste Kunstgeschichte der Otto-Friedrich-Universität Bamberg das Korreferat übernommen hat.

Von Beginn an wurde meine Arbeit wohlwollend vom evangelisch-lutherischen Pfarramt Sankt Stephan begleitet und ich möchte mich bei allen Personen, die meine Arbeit dort unterstützten, an dieser Stelle bedanken, allen voran bei Pfarrer Walter Neuhoeffer und Mesner Reinhold Jakobi.

Dank allen Mitarbeitern der Bibliotheken und Archive, die in irgendeiner Weise mit mir und meiner Arbeit befasst waren, für die freundliche Beratung und Hilfsbereitschaft. Mein besonderer Dank geht an das Personal der Staatsbibliothek in Bamberg und hier speziell an Gerald Raab und Fabian Baier für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Digitalisierung des dort reichlich vorhandenen Quellenmaterials, wodurch meine Arbeit des Transkribierens enorm erleichtert wurde.

Ein Danke auch an die Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege/Außenstelle Bamberg, die eine Einsichtnahme in alle dort aufbewahrten Arbeiten und Unterlagen zu Sankt Stephan möglich machten, und für die Erlaubnis zur Verwendung der Planzeichnungen, die durch das Bauforschungsbüro von Tillman Kohnert im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege erstellt wurden und ein wichtiges Fundament für meine Forschungen bilden.

Eine große Freude und eine Bereicherung im Laufe meiner Arbeit war der wissenschaftliche Austausch mit Kuno Mieskes aus Würzburg, der sich im Rahmen seiner Promotion mit den dortigen Profanbauten von Antonio Petrini beschäftigte. Ebenso interessant und wertvoll waren die Gespräche mit den Historikern Johannes Wilhelm Hasselbeck und Thomas Ruppenstein von der Universität Bamberg über die politischen und wirtschaftlichen Strukturen im Hochstift Bamberg. Im Laufe meiner Arbeit entstanden spannende Kontakte nach Erfurt und ins Eichsfeld und ergaben sich interessante Treffen, beispielsweise mit Prof. Dr. Stefan Kummer von der Universität Würzburg, mit Prof. Dr. Lucia Longo von der Universität Trient und mit dem Kunsthistoriker Dr. Johannes Mack.

Mein Dank geht hier an alle Personen, die mich in meiner Arbeit in irgendeiner Weise unterstützten, sei es durch das unkomplizierte Überlassen von Fotos, für ihr Interesse am Thema oder ihre Hilfe bei der Suche nach Antwort auf Fragen, die sich in Zusammenhang mit meiner Forschungsarbeit stellten.
Last but not least bedanke ich mich bei der Gesellschaft für fränkische Geschichte für die Publikation meiner Arbeit in ihrer Schriftenreihe und in diesem Kontext speziell für das Engagement des wissenschaftlichen Leiters Dr. Erich Schneider und des Schatzmeisters Dr. Maximilian Horster. Die vorbereitenden Arbeiten zum Druck dieser Dissertation erfolgten durch Sigrid Strauß-Morawitzky. Ihr sei Dank für ihr Engagement und für die immer angenehme und konstruktive Zusammenarbeit.

Ein besonderer Dank geht an meinen Mann Karl für die geduldige Durchsicht und Korrektur dieser Arbeit. Ohne seine uneingeschränkte und uneigennützige Unterstützung wäre diese Arbeit niemals möglich gewesen.