Reihe VIII - Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte - Band 17

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R08B17

ISBN 978-3-86652-817-8

1711–2011 - 300 Jahre Schloss Weißenstein ob Pommersfelden
Wissenschaftliches Symposium der Gesellschaft für fränkische Geschichte am 15. und 16. September 2011

herausgegeben von Erich Schneider
und Dieter J. Weiß

2014. Festeinband
VIII und 310 Seiten mit zahlreichen Abbildungen meist in Farbe

VK 68,00 EUR


» GfG:  Die Buchvorstellung fand am 23.10.2014 in Schloss
Weißenstein ob Pommersfelden - Sala Terrena - statt.

„Das Schloß zu Pommersfelden … ist eines der bedeutendsten und markantesten Kunstdenkmäler des Barock.“ Mit diesen heute noch gültigen Worten leitete Heinrich Kreisel 1953 seine „kunsthistorische Studie“ über Schloss Weißenstein ein. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Bauwerk bedarf somit keiner eigenen Begründung. Und doch gab es für die Gesellschaft für fränkische Geschichte am 15. und 16. September 2011 einen besonderen Anlass für ein wissenschaftliches Symposium: In diesem Jahr waren es genau 300 Jahre, dass Kurfürst Lothar Franz von Schönborn den Entschluss gefasst hatte, dieses Schloss zu erbauen.

Die Gesellschaft für fränkische Geschichte ist der Anregung von Paul Graf von Schönborn, diesem Jubiläum eine wissenschaftliche Tagung zu widmen, gerne gefolgt. Dies geschah nicht zuletzt deshalb, weil die 1904 gegründete wissenschaftliche Gesellschaft und das Haus Schönborn seit vielen Jahrzehnten eng verbunden sind: Von 1923 bis heute waren nicht weniger als drei Chefs der Linie Schönborn-Wiesentheid Vorsitzende beziehungsweise stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft.

Vorwort (Erich Schneider / Dieter J. Weiß)

Das Aussterben der Truchseß von Pommersfelden und deren Besitzübergang an die Grafen von Schönborn (Klaus Rupprecht)

Die Schönborn Inszenierung einer Familie (Dieter J. Weiß)

Pommersfelden und der deutsche Schlossbau des Barock (Bernhard Schütz)

Neue Überlegungen zur Planungsgeschichte des Schlosses Pommersfelden (Thomas Korth)

Friedrich Karl von Schönborn als Bauherr in Österreich (Ulrike Seger)

„[...] dass man auch hier zu landt was hübsch machen kann.“ Pommersfelden in der Korrespondenz zwischen Lothar Franz und Friedrich Karl von Schönborn zwischen 1710 und 1714 (Erich Schneider)

Ein neuer Planfund zu Pommersfelden (Manuel Weinberger)

Bezwingung durch Qualität. Salomon Kleiners Vedutenfolge von Schloss Pommersfelden (Johannes Süßmann)

Die Gemäldegalerie in Schloss Weißenstein ob Pommersfelden (Hildegard Bauereisen-Kersting)

Pommersfelden und der „Schönbornsche Reichsstil“. Das Schloss des Kurfürsten Lothar Franz im Wettstreit mit anderen Fürstenhöfen (Peter Stephan)

Register
Abbildungsnachweis

   „Das Schloß zu Pommersfelden … ist eines der bedeutendsten und markantesten Kunstdenkmäler des Barock.“ Mit diesen heute noch gültigen Worten leitete Heinrich Kreisel 1953 seine, wie er es nannte, „kunsthistorische Studie“ über Schloss Weißenstein ein. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Bauwerk bedarf somit keiner eigenen Begründung. Und doch gab es für die Gesellschaft für fränkische Geschichte am 15. und 16. September 2011 einen besonderen Anlass für ein wissenschaftliches Symposium: In diesem Jahr waren es genau 300 Jahre, dass Kurfürst Lothar Franz von Schönborn den Entschluss gefasst hatte, dieses Schloss zu erbauen.

   Der Anregung von S. E. Paul Graf von Schönborn, diesem Jubiläum eine solche wissenschaftliche Tagung zu widmen, ist die Gesellschaft für fränkische Geschichte sehr gerne gefolgt. Dies geschah nicht zuletzt auch deshalb, weil die 1904 gegründete wissenschaftliche Gesellschaft und das Haus Schönborn seit vielen Jahrzehnten eng verbunden sind: Von 1923 bis heute dienten nicht weniger als drei Chefs der Linie Schönborn-Wiesentheid der Gesellschaft als Vorsitzende beziehungsweise stellvertretende Vorsitzende. Als es 1968 galt, die 250. Wiederkehr der Vollendung von Schloss Weißenstein mit einer Ausstellung zu feiern, wurde der Katalog selbstverständlich in den Schriftenreihen der Gesellschaft publiziert. Eines unserer ambitioniertesten Projekte, die in mehreren Teilbänden erschienenen „Quellen zur Geschichte des Barock in Franken“, heißen im Fachjargon vielfach schlicht die „Schönbornquellen“.

   Ort der Jubiläumstagung war die zwischen 1991 und 1999 restaurierte Sala Terrena. Johann Dientzenhofers geniale Gewölbekonstruktion, die Kunst des „Grotteurs“ Georg Hennicke, der Stuck von Daniel Schenk und die Fresken von Giuseppe Marchini boten eine gleichermaßen authentische wie anregende Atmosphäre für das Symposium! Einmal mehr gilt deshalb der Dank der Gesellschaft für fränkische Geschichte S. E. Graf Schönborn für die Bereitstellung dieses wunderbaren Ambientes. Ein besonderes Dankeschön geht aber auch an alle übrigen an Vorbereitung und Durchführung der Tagung Beteiligten. Namentlich seien genannt Frau Birgit Wernsdörfer und deren Team in Schloss Weißenstein, Frau Sigrid Strauß-Morawitzky vom Wissenschaftlichen Kommissionsverlag-Verlag in Stegaurach und Frau Anika Auer M. A. aus Bamberg.

   Gemeinsam mit Vorstand und Gesamtausschuss freuen sich die beiden Herausgeber, dass es 2011 gelungen ist, eine große Zahl von in der Erforschung von Kunst und Kultur des Barock, natürlich auch und gerade des fränkischen Barock, bestens ausgewiesenen Wissenschaftlern in Pommersfelden zu versammeln. Der Bogen der Vorträge spannte sich von der Baukunst des Barock allgemein über die Bedeutung des Hauses Schönborn bis hin zur Bau- und Kunstgeschichte von Pommersfelden selbst. Neben den Referenten übernahmen die Mitglieder des Ausschusses der Gesellschaft, unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Alfred Wendehorst und Prof. Dr. Werner Schiedermair, Teile der Moderation. Die intensive Auseinandersetzung der Referenten mit ihren jeweiligen Themen brachte manches bisher Unbekannte zu Tage. Von Anfang an bestand deshalb der breite Wunsch, die Referate dieser Tagung zu veröffentlichen und ihre Ergebnisse einem breiteren Publikum zur Kenntnis zu geben.

   Die Gesellschaft für fränkische Geschichte dankt S. E. Paul Graf von Schönborn, der Oberfrankenstiftung, der Unterfränkischen Kulturstiftung sowie der Bayerischen Einigung e.V., Bayerische Volksstiftung und nicht zuletzt ihrem leider viel zu früh verstorbenen Wahlmitglied Herrn Dr. Gerhard Rechter aus Nürnberg sehr herzlich für die finanzielle Förderung des Symposiums. Der Staatsbibliothek Bamberg, vor allem aber ihrem Fotografen, Herrn Gerald Raab, schuldet die vorliegende Publikation die großzügige Bereitstellung einer ganzen Reihe von ausgezeichneten Abbildungsvorlagen. Unser abschließender Dank aber gilt den Referenten des Symposiums beziehungsweise den Autoren der in diesem Buch versammelten wissenschaftlichen Beiträge.

Erich Schneider             Dieter J. Weiß

PDF-ICON _ Machtbewusster Bauwurm. Renate Freyeisen in Bayerische Staatszeitung Nr. 8, Seite 24 - Kultur, 20.02.15

» TiepoloBAROCKJUWEL. - Tiepolo. Das Magazin für Mainfranken, Nr. 15 2014, S. 77 SALON