Reihe VIII - Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte - Band 11

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R08B11

ISBN 978-3-86652-811-6
ISBN alt 3-7686-9258-2

Matthias Wieser

Baugeschichtliche Untersuchungen zu den romanischen Profanbauten im Regierungsbezirk Unterfranken
mit einem Katalog der erhaltenen sowie der überlieferten Baudenkmale

1999. Festeinband
2 Teilbände (Text- und Bildband)                                VK 48,00 EUR

Romanische Profanarchitektur ist nur selten gut und integral überkommen, ihre Zugänglichkeit ist zumeist erschwert. Die Identifikation solcher Bauten, die häufig entstellend verändert er­scheinen, ist kompliziert; darüber hinaus befinden sie sich nicht selten in einem völlig desolaten Zustand. Vielfach sind sie bereits vollständig abgetragen, oder es existieren nur noch Reste im Verborgenen, die sich nur unter großer Mühe aufspüren lassen. Besondere Umstände haben ganz vereinzelt Zeugen mittelalterlicher, profaner Baukultur bis zum heutigen Tag überleben lassen. Der wesentlich größere Anteil hat jedoch nicht einmal bis zu den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges überdauert, der den spärlichen Bestand noch weiter bedeutend dezimierte. Abbrüche in den Nachkriegsjahrzehnten haben die Restsubstanz erneut geschmälert.

Dem Umgang mit historischer Bausubstanz wird heute ein sehr viel größerer Stellenwert einge­räumt, als es noch vor zwei bis drei Jahrzehnten der Fall war, und doch erfolgt fortan - von der Öffentlichkeit nur selten wahrgenommen - ein stetig voranschreitender Verlust unseres Kultur­erbes. Gerade umso mehr erscheint heute eine intensive Auseinandersetzung mit dem Baubestand romanischer Wohnbauten dringlich, denn auch die wenigen, noch lebendigen Bauten und Bau­reste laufen Gefahr, in baldiger Zukunft und sukzessive aus dem Blickfeld bau- und kunst­historischer Forschungen zu entschwinden. Die vorliegende Untersuchung der überlieferten sowie der erhaltenen romanischen Profanbauten in Unterfranken sucht einen kleinen Einblick in jene Zeit zu verschaffen, die neben dem weiten Spektrum bedeutsamer Sakralbauten sowie eindrucksvoller Wehranlagen auch im profanen Bereich eigenständige, für ihre Zeit ganz sicher repräsentative Bauleistungen hervorgebracht hat.

Mit dieser bauhistorischen Forschungsarbeit publiziert der Verfasser seine 1998 an der Philoso­phischen Fakultät II der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg eingereichte, für die Drucklegung überarbeitete Dissertation mit identischem Titel. Für die nunmehr vorlie­gende, überaus aufwendige Veröffentlichung in zwei Bänden danke ich den beiden Herausge­bern, der Gesellschaft für Fränkische Geschichte e. V., und den Freunden Mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V. ganz herzlich.

Ferner möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich meinem Lehrer und Doktorvater, Herrn Pro­fessor Dr. Stefan Kummer, danken, der die schwerpunktmäßige Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Profanarchitektur anregte und hierdurch meinem Zweitstudium der Kunstge­schichte eine entscheidende Richtung gab. Es war ihm ein besonderes Anliegen, das regionale Bauschaffen des mittelalterlichen Bürgerhauses erforschen und dokumentieren zu lassen - ein Anliegen, das dieser Arbeit den Weg bereitete. Aufrichtig danken möchte ich ihm für die The­matik, die es ermöglichte, die methodischen Ansätze der Kunstgeschichte, der Architekturlehre, der Bauforschung als junge Wissenschaft, sowie letztlich die Belange der Denkmalpflege inter­disziplinär zu vereinigen. Auch möchte ich mich bedanken für das stetige Interesse, für den überaus motivierenden Einfluß, sowie für die intensive wissenschaftliche Begleitung der Unter­suchung.

Ich danke weiter Frau Professor Dr. Sabine Bock, Memmelsdorf, die zahlreiche Hinweise geben konnte auf bislang unbekannte und unbearbeitete Profanbauten. Durch ihre Initiative und Vermittlung wurde die Erfassung und Bearbeitung von zwei Objekten möglich, welche die Arbeit überaus bereichern.

Besonders danken möchte ich Herrn Baudirektor i. R. Dr. Peter Vychitil, Ansbach, der durch seine stadtarchäologischen Dokumentationen auf verschiedene romanische Bauten und Bautei­le Hinweise geben konnte. Seine persönlichen Kenntnisse haben nicht unwesentlich Beitrag geleistet, daß das Bild der unterfränkischen Profanromanik, wie es diese Arbeit zeichnet, entste­hen konnte.

Ich danke ferner Herrn Dr. Jörg Lusin, Würzburg, für seine zahlreichen Anregungen und ins­besondere für die unkomplizierte Überlassung von Fotoaufnahmen. Durch seine Dissertation über die Würzburger Domherrenhöfe wurden zahlreiche romanische Architekturteile aufge­deckt und in einen bauhistorischen Zusammenhang gesetzt. Die nachfolgende Behandlung die­ser Funde geht im Wesentlichen auf seine Vorarbeiten zurück.

Verpflichtet bin ich des weiteren den herausragenden Kennern Würzburgs, Herrn Heiner Reitberger † und Herrn Professor Dr. Max H. von Freeden, denen ich viele Anregungen und Hinweise verdanke, und die mir neben viel persönlichem Wissen auch Ihre Erinnerungen mit auf den Weg gaben.

Dank gilt schließlich Herrn Andreas Bestie vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Würz­burg, Herrn Dr. Gert Th. Mader, München, sowie dem Landbauamt Würzburg, die unbürokra­tisch Bild- und Planmaterial zur Verfügung stellten. Ich danke ferner Herrn Dr. Alf Dieterle, Kleinheubach, Herrn Erich Felgenhauer, Würzburg, Herrn Ernst Holleber, Aschaffenburg, Herrn Dr. Ulrich Kahle, Bamberg, Herrn Dr. Friedrich Oswald, Gersfeld, Herrn Dr. Jörg Paczkowski, Wertheim, Herrn Dr. Franz Schickiberger, Eibelstadt, und Herrn Dr. Wolf Schmidt, Bamberg, die mir im Rahmen dieser Arbeit Rede und Antwort standen. Ferner geht ein herzlicher Dank an alle Haus- und Grundstückseigentümer, die mir für die Bauuntersuchungen bereitwillig Ein­laß gewährten.

Abschließend danke ich allen, die meiner Arbeit Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt haben - insbesondere meiner Frau Susann.

Neben den beiden herausgebenden Gesellschaften, welche die Hauptlast der Veröffentlichung übernahmen, ist der Verfasser einer großen Reihe von Spendern für ihren Druckkostenzuschuß zu Dank verpflichtet: Frau Rosemarie Preh, Bad Neustadt an der Saale; der Stadt Amorbach; der Stadt Aschaffenburg; der Marktgemeinde Eibelstadt; dem Heimatverein Eibelstadt e.V.; der Stadt Karlstadt am Main; der Stadt Ochsenfurt; der Stadt Würzburg; der Städtischen Sparkasse Würzburg; der Koenig & Bauer-Stiftung, Würzburg.

Matthias Wieser

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